Schienenbus

         Westerwald-Querbahn                                           Teilstrecke Westerburg - Montabaur / 2010 - 100 Jähriges Jubiläum

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Geschichte


Der Westerwald wurde erst spät durch Eisenbahnen erschlossen. Nachdem sich Projekte einer durchgehenden
Main-Lahn-Sieg-Strecke zerschlagen hatten, erfolgte der Bau von der Lahn bis in das Tal der Sieg in meheren
Abschnitten durch die K.E.D (Königliche Eisenbahndirektion) Köln rechtsrheinisch. Die Strecken wurden wie folgt
in Betrieb genommen:

Oberwesterwaldbahn

Limburg - Staffel - Hadamar              1. Januar 1870

Altenkirchen - Hachenburg                1. April 1885

Hachenburg - Hadamar                     1. Oktober 1888


Unterwesterwaldbahn

Siershahn - Altenkirchen                   30. Mai 1884

  Einstellung Personanverkehr           1. Juni 1984

  Stillegung Selters - Dierdorf            28. Mai 1988

Altenkirchen - Au                              1. Mai 1887

Die Westerwald-Querbahn

Die Westerwald-Querbahn von Herborn über Rennerod und Westerburg nach Montabaur ist der letzte Bahnbau
im Westerwald gewesen, der der Erschließung dieser Region und vornehmlich dem Abtransport der vielen Boden-
schätze wie Phonolith, Quarzit, Basalt, Ton und Braunkohle diente.

Erst am 23. Mai 1898 wurde der Bau einer Strecke von Herborn zu einem Punkt an der Strecke Limburg -
Hachenburg genehmigt. Man wählte Westerburg als Kreuzungsbahnhof, weil die Strecke bis Montabaur fortge-
führt werden sollte. Nach vielen Querelen und Einsprüchen, auch um die Anbindung von Bad Marienberg, be-
gannen im Herbst 1903 die Bauarbeiten.

Die Teilstrecken wurden wie folgt in Betrieb genommen:

Herborn - Driedorf                           1.Mai 1906

Driedorf - Rennerod                         1. Oktober 1906

Rennerod - Westerburg                    16. Juli 1907

Westerburg - Montabaur                   1. Juni 1910

In vielen kleinen Schritten wurde der Bahnbetrieb auf der Querbahn bereits seit dem Jahr 1959 zurück genom-
men, eingestellt, Teilstrecken stillgelegt und schließlich abgebaut. Am 30. Mai 1981 fuhren die letzten Personen-
züge zwischen Rennerod, Westerburg und Montabaur.

Den Güterverkehr zwischen Westerburg und Wallmerod gab man am 23. September 1983 auf, der Oberbau
wurde 1986/87 entfernt und ein Rad- und Wanderweg auf der alten Trasse gebaut, die so zumindest als Ver-
kehrsweg durchgängig erhalten blieb. Lediglich ein Stück des jüngsten Steckenteils, nämlich zwischen Mon-
tabaur und Wallmerod wird noch heute intensiv durch Güterverkehr genutzt. 2005 und 2006 wurde die Strecke
mit einem Sonderzug (Schienenbus) anläßlich des Montabaurer Schustermarktes befahren.

In gutem Zustand vorhanden sind auch noch die Gleisanlagen des Teilstücks von Westerburg bis nach Rennerod,
die auf eine Wiederbelebung durch die IWQ (Interessengemeinschaft Westerwald-Querbahn e.V.) warten.
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                              erstellt 22. Juni 2008, geändert 3. Dezember 2013 Manfred Schaaf, Hainburg/Bilkheim
   Quellen: Text entnommen einer Broschüre der:
IWQ anläßlich der Sonderfahrten mit Schienenbus auf der Strecke Montabaur-Wallmerod und zurück anläßlich des 20. Schustermarktes in Montabaur am 18. September 2005
                             und Broschüre des Gwerbevereins Wallmerod von 2005 zum gleichen Anlaß